Unser Selbstverständnis

Dieses Selbstverständnis ist gültig nach Beschluss der Mitgliedervollversammlung am 8. Mai 2017.

Das Autonome Schwulenreferat im AStA Marburg versteht sich als unabhängige politische Vertretungsinstitution der schwulen und bisexuellen Männlichkeit*en in der Student*innenschaft der Philipps-Universität Marburg, unabhängig davon ob sie mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht, oder einem anderen leben oder leben möchten. Wir stehen in der Tradition emanzipatorischer Kämpfe der Schwulenbewegung in Deutschland und sehen unsere Auseinandersetzungen im Spiegel gesamtgesellschaftlicher Konflikte um Anerkennung und gegen geltende Herrschaftsverhältnisse.

Rassismus, Trans*feindlichkeit, Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit, Antisemitismus, Nationalismus, Diskriminierungen gegenüber Frauen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben bei uns keinen Platz.

Das Autonome Schwulenreferat ist eine politische Institution mit einem politischen Auftrag. Wir fördern die politische Bildung und Weiterbildung unserer Mitglieder und Interessierter im Sinne dieses Selbstverständnisses und den sich aus unserer Satzung ergebenden Bestimmungen. Hierzu verpflichtet sich das Schwulenreferat zur Aufrechterhaltung, der Pflege, und dem Ausbau der Bibliothek und des Archivs des Autonomen Schwulenreferates und trägt für dessen Sicherheit Sorge. Vernetzung, Kooperation und ein solidarisches Miteinander mit anderen politischen emanzipatorischen Strukturen halten wir für eine Aufgabe von zentraler Wichtigkeit. Mit unserer Arbeit möchten wir einen Beitrag zu lokalen und auch überregionalen Communities leisten. Wir unterstützen dezidiert emanzipatorische Projekte in der Region, und agieren dabei gleichzeitig stets als politischer Akteur und vertreten unsere Werte sowohl intern, als auch in der Öffentlichkeit. Das Autonome Schwulenreferat ist und soll immer Raum für politische Auseinandersetzung, aber auch für den Ausbruch aus der heteronormativen Allgemeingesellschaft sein. Wir halten es für wichtig, dass das Referat eine Anlaufstelle für diejenigen von uns ist, denen ein Bestehen im gesellschaftlichen Mainstream misslingt, oder zu misslingen droht und stellen die Bedürfnisse der Schwächsten unter uns in den Vordergrund.

Ziel des Autonomen Schwulenreferates ist es, ein Beitrag zur Selbstermächtigung von sich emanzipierenden schwulen und bisexuellen trans*, und cis-geschlechtlichen Männlichkeit*en in der Student*innenschaft zu sein. Im Zentrum eines jeden solchen Bestrebens muss daher eine emanzipatorische Schwulenpolitik stehen, die Normalität in Frage stellt und die Lust am Anderssein fördert.

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